Das übliche Zeichen für die Erde ist ein Kreuz inmitten eines Kreises.
Die Erde war die universelle Muttergöttin, die am Ursprung aller
Mythologien steht.
Auch alle anderen Namen der Erde sind weiblichen Ursprungs (Urd,
Erda, Hretha, Nerthus, Erze, Artha, Gaia, Rhea, El Hera, Demeter....).
Alle Geschöpfe sind aus der Mutter Erde geboren, so wie ein Kind aus seiner Mutter geboren wird. Die Erde bringt
alle Dinge hervor und nimmt sie wieder in sich auf, so die Meinung klassischer Schriftsteller.
„Auf diese Weise enthält die Erdgöttin das Geheimnis einer jeden Frau in sich, die Göttin ist der Anfang und das Ende
allen Lebens auf der Erde“ (Campbell).
Charakteristisch für die patriarchalischen Gesellschaften war die Verehrung der Erde, man erkannte schön früh, wie
wichtig die Erhaltung der Umwelt ist.
Für mittelalterliche Hexen blieb die Erde eine Göttin: gegen die Verbote und Einschränkungen der Kirche fuhren sie
mit der Verehrung fort. Die Häscher der Inquisition glaubten, dass gefangene Hexen unsichtbar werden und entfliehen
könnten, wenn man ihnen erlaubte die Erde zu berühren (Dürr, 168).
Leider wurde für die westliche Zivilisation die Göttin Erde zur bloßen Materie, die keinerlei psychologische Bedeutung mehr
für uns hat. „Wie verschieden war doch das frühere Bild der Materie – der Großen Mutter-, das tiefe emotionale Bedeutung der
Mutter Erde in sich tragen und ausdrücken konnte.“ (Jung, 95)