02.-04.07.10 Schönburg in Oberwesel
von Gabriella vom Stamm Neas Tribal (www.neastribal.com)
Pirkko Batteiger hatte zum dritten Mal zu einem Tribaltreffen auf die Burg Schönburg im Rheinland eingeladen und
etwa 25 Frauen waren dieser Einladung gefolgt. Geboten wurden im Rahmen dieses Treffen drei Workshops von mir und
Apsara Habiba.
Ich machte mich also am Freitag Mittag auf den Weg nach Ober- wesel. Einchecken sollte zwischen 16 und 18
Uhr sein und genau dazwischen traf ich auch ein. Es war sehr heiß an diesem Julitag und nachdem ich mein Auto unten
an der Burg geparkt hatte, stieg ich die letzten Meter zu Fuß. Diese Burg ist ein imposantes Gebäude aus dem 11.
Jahrhundert welches sich verschiedene Pächter teilen. Zum einen gibt es ein 4 Sterne Hotel und zum anderen das Kolpinghaus
in welchem wir untergebracht waren. Weiter gibt es auch noch eine Jugendherberge.

Schon beim Aufstieg begrüßte mich Heike von Aragira, die die An- stecker mit den Namen verteilte. Darauf stand der
Name und der Stamm zu lesen. Oben im Burghof wartete Pirkko mit einem kleinen Sektempfang auf die Frauen. Dann bekam
man die Zimmereinteilung und die Schlüssel und konnte die Zeit bis zum Abendessen frei ver- bringen. Natürlich gab es viel
zu erzählen, einige waren schon zum dritten Mal dabei, andere kannten sich von anderen Treffen oder Workshops. Vor mir
waren schon drei Frauen vom Stamm Imohar eingetroffen ebenso wie Carla und Rosi vom Stamm Arzesh aus Göttingen. Und auch
5 Frauen vom Stamm L'Chamsin aus Wies- baden / Niedernhausen waren schon angekommen. Dazu gesellten sich noch alle 4
Tänzerinnen von Jawahir aus Schlüchtern.

Gerade passend zum Abendessen erschienen noch 4 Frauen aus Berlin die immerhin 6 Stunden Fahrtzeit auf sich genommen
haben, das Duo Taraluna mit einer Schülerin und Fara la Sombra. Außer uns waren noch zwei weitere Gruppen für Tagungen
hier im Kolping- haus untergebracht und der Pächter stellte die Gruppen gleich nach dem Abendessen gegenseitig vor.

Dann gab er uns noch eine kleine Führung in den Turm mit launigen Geschichten aus dem früheren Burgenleben.
Derzeit sind auch 7 Jungfalken hier auf einem kleineren Turm und man kann sie völlig frei beobachten, ein seltenes und
schönes Bild. Wir sitzen bei dem schönen Wetter noch lange im Fahnenhof und bleiben auch noch dort als um Punkt 23 Uhr
die großen Strahler alles in Dunkelheit legen. In der Ferne kann man Wetterleuchten beobachten.Natürlich wird noch viel
erzählt, gekichert und gealbert. Weil ja am Samstag Deutschland ein wichtiges Fußballspiel hat und mein 2. WS in dieser
Zeit wäre beschließen wir das wir den vorverlegen damit diejenigen die gucken wollen auch Fußball gucken können.
Am nächsten Morgen um 8 Uhr Frühstück. Da es bei mir sehr spät geworden ist nachts bin ich noch ein wenig müde, aber das
wird schnell besser. Es ist schon sehr heiß und heute soll der heißeste Tag werden mit an die 37 grad. Sofort nach dem
Frühstück gehen wir zum ersten Workshop der 3 Stunden dauert. Das ist wirklich hart an der Grenze und ich mache immer
wieder Pausen wo wir trinken, trinken, trinken. Aber die drei K ( Kondition, Kreislauf, Konzentration) müssen heute
wirklich viel leisten….dennoch halten alle durch was ich ganz toll finde.

Danach wieder zum Mittagessen und danach ohne eine wirklich lange Pause wieder zum zweiten Teil des Workshops,
dieses Mal nur 2 Stunden. Danach sind aber alle ziemlich erschöpft aber alle haben durchgehalten. Nun können die
Fußballfans gucken und die anderen haben Zeit zur eigenen Gestaltung. Ich beschließe mich auszuruhen und lege mich
aufs Bett. Noch vor Ende des Spiels ziehen auch dunkle Wolken auf und es gewittert und regnet.
Zum Abendessen treffen wir uns alle wieder, da hat es wieder auf- gehört zu regnen und so steht unserer Tribalparty
nichts im Weg. Die Gruppe Ranunculus erscheint dazu mit insgeamt 5 Spielleuten. Alle brezeln sich auf und ein buntes
Bild tummelt sich dann auf dem Fahnenhof. Ute, die Chefin von Ranunculus leitet verschiedene mittelalterliche Tänze
ein die alle mit viel Spaß mitmachen.

Apsara Habiba ist auch gerade zum Abendessen angekommen, sie hat heute sogar Geburtstag und später machen wir ein
Ritual für sie. Es wird getanzt, gelacht, getrunken bis wieder die Lichter vor der Burg ausgehen und dann gehen wir
wieder in den Tanzsaal um weiter zu feiern mit den letzten Unermüdlichen Tänzerinnen. Antje hat am nächsten Tag Geburtstag
und wir gratulieren noch in der Nacht. Und auch diese Nacht wird nicht mehr Schlaf bringen wie die Nacht davor.
Am Sonntagmorgen wieder früh und wieder müde zum Frühstück. Das Wetter ist wieder traumhaft schön und das Ambiente ist
einfach wunderschön hier. Nach dem Frühstück müssen wir schon aus- checken und die Schlüssel abgeben. Das Gepäck können wir
aber noch unterstellen. Nun ist Apsara Habiba dran mit ihrem Stock Work- shop.

Ich verabschiede mich derweil schon und mache mich langsam auf den Heimweg. Die anderen verbringen noch das Mittagessen
ge- meinsam, treffen sich noch einmal in einem Kreis bevor alle wieder in unterschiedliche Richtungen aufbrechen.
Es war ein schönes Wochenende mit viel Tanz und Lachen. Pirkko hat einiges von dem ersten BBB aufleben lassen was ich
persönlich sehr schön finde. Und ich bin schon gespannt wie es in zwei Jahren sein wird, wenn es hoffentlich wieder
heißen wird „Tribaltreffen auf Burg Schönburg“.